Bettgestell selbst bauen: Maße richtig planen
Ein selbst gebautes Bettgestell ist nur so gut wie seine Planung. Wer die Maße falsch ansetzt, ärgert sich später über wackelige Verbindungen, durchhängende Lattenroste oder eine Matratze, die nicht sauber aufliegt. Bevor das erste Holz zugesägt wird, sollten deshalb drei Grundmaße feststehen: die Liegefläche, die Außenmaße des Gestells und die Höhe der Oberkante. Die Liegefläche richtet sich nach der Matratze. Einzelmatratzen haben in Deutschland meist 90 × 200 cm, Doppelmatratzen 140 × 200 cm, 160 × 200 cm oder 180 × 200 cm. Wer eine französische Matratze mit 140 × 190 cm besitzt, plant das Gestell entsprechend kleiner. Zuschläge für Bettwäsche oder eine umlaufende Nut sind nicht nötig, wohl aber ein paar Millimeter Luft, damit die Matratze nicht klemmt.
Aus der Liegefläche ergeben sich die Außenmaße. Bei einem Gestell mit umlaufendem Rahmen kommen zweimal die Rahmenbreite plus eventuell ein Spalt zur Liegefläche hinzu. Ein Rahmen aus 6 cm breiten Brettern ergibt bei 160 × 200 cm Liegefläche also rund 172 × 212 cm Außenmaß. Wer mit einer Anleitung von meister-harald-schmidt.de zur Berechnung von Liegefläche und Stellfläche arbeitet, spart sich das Nachrechnen von Hand und erkennt sofort, wie viel Platz das Bett im Raum tatsächlich einnimmt. Die Stellfläche ist wichtig, weil zwischen Bett und Wand oder Schrank noch Bewegungsfreiheit bleiben muss. Mindestens 60 cm zum Aufstehen, besser 70 cm, sollten eingeplant werden.
Die Höhe des Gestells entscheidet über Komfort und Optik. Die Oberkante des Bettrahmens liegt üblicherweise zwischen 40 und 50 cm über dem Boden, gemessen ohne Matratze. Mit einer 20 cm hohen Matratze ergibt das eine Liegehöhe von 60 bis 70 cm, was dem gängigen Einstiegsmaß entspricht. Wer unter dem Bett Stauraum nutzen will, plant den Rahmen höher, etwa auf 55 bis 60 cm. Dann sind Schubladen oder Kisten mit 30 cm Höhe möglich. Die Rahmenhöhe selbst sollte mindestens 15 cm betragen, damit der Lattenrost sicher aufliegt und die Verbindungen stabil bleiben.
Für den Lattenrost gilt: Er bestimmt die lichte Weite im Inneren des Gestells. Ein Lattenrost mit 90 × 200 cm braucht eine Auflagefläche von mindestens 90,5 × 200,5 cm, damit er nicht klemmt. Wer den Rost selbst baut, plant die Querhölzer im Abstand von 30 bis 40 cm. Die Eckverbindungen sollten mit Schrauben und Dübeln oder mit Bettbeschlägen ausgeführt werden, nicht nur mit Leim. Ein letzter Tipp: Zeichne den Grundriss des Bettes maßstabsgetreu auf Millimeterpapier und lege ihn in den Raum. So fallen Planungsfehler auf, bevor das Holz gekauft ist.