Lattenrost mit verstellbarem Kopfteil nachrüsten: Wann es sich lohnt
Ein Lattenrost mit verstellbarem Kopfteil lässt sich in vielen Fällen nachrüsten, ohne dass gleich ein komplett neues Bettgestell gekauft werden muss. Entscheidend ist zunächst, ob der vorhandene Rahmen überhaupt über passende Aufnahmen verfügt oder ob sich ein Verstellmechanismus nachträglich montieren lässt. Wer regelmäßig liest, fernsieht oder wegen Rückenproblemen eine erhöhte Schlafposition benötigt, profitiert deutlich von einem verstellbaren Kopfteil. Auch bei Atemwegsbeschwerden, Sodbrennen oder einer Erkältung kann eine leicht erhöhte Liegeposition den Schlaf spürbar verbessern.
Bevor Sie kaufen, sollten Sie die Maße Ihres Lattenrosts genau prüfen. Die gängigen Breiten liegen bei 80, 90, 100, 120, 140 und 160 Zentimetern, die Längen meist bei 190, 200 oder 210 Zentimetern. Ein nachrüstbares Kopfteil muss zur Innenbreite des Bettrahmens passen, sonst klemmt es oder wackelt. Achten Sie außerdem auf die Außenmaße des Rahmens und darauf, ob die seitlichen Holmprofile flach oder hochkant stehen. Wer sich unsicher ist, findet bei verstellbaren Kopf- und Fußteilen am Lattenrost eine übersichtliche Einordnung der verschiedenen Systeme und Montagevarianten.
Ob sich die Nachrüstung lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab. Bei einem einfachen Rollrost aus Massivholz ist der Aufwand oft höher als der Nutzen, weil stabile Aufnahmen fehlen. Bei einem Federholzrahmen mit bereits vorhandenen Verstellbeschlägen reicht dagegen häufig ein passender Kopfteil-Einsatz, der sich in wenigen Minuten einsetzen lässt. Prüfen Sie auch, ob die Matratze eine Verstellung mitmacht. Kaltschaum und Taschenfederkern sind meist flexibel genug, während sehr feste Latexmatratzen oder dünne Schaumstoffauflagen beim Hochklappen knicken können.
Ein weiterer Punkt ist die Belastbarkeit. Verstellbare Kopfteile tragen je nach Ausführung zwischen 80 und 120 Kilogramm pro Liegefläche. Wer zu zweit schläft, sollte darauf achten, dass beide Seiten unabhängig verstellbar sind oder zumindest eine gemeinsame Verstellung stabil genug ist. Bei älteren Lattenrosten lohnt der Blick auf die Leisten: Gebrochene oder stark durchgebogene Federholzleisten schwächen die Verstellung und sollten vorher ersetzt werden. Passt der Rahmen, stimmen die Maße und ist die Matratze geeignet, ist die Nachrüstung eine günstige Alternative zum Neukauf und lässt sich meist an einem Nachmittag erledigen.